Togo/Agroökologische Innovationen: In Lomé wurde ein regionales Programm im Umfang von 20 Millionen Euro gestartet
In Togo hat die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) kürzlich das Projekt zur Förderung agroökologischer Innovationen in Westafrika (PIA-AO) ins Leben gerufen. Diese regionale Initiative, die mit 20 Millionen Euro, also mehr als 13 Milliarden FCFA, ausgestattet ist, wurde am Freitag, dem 4. September, in Lomé ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, die Verbreitung landwirtschaftlicher Praktiken zu beschleunigen, die an die klimatischen und ökologischen Gegebenheiten der Region angepasst sind.
Das Projekt wird zu gleichen Teilen von der französischen Entwicklungsagentur (AFD) und der Europäischen Union über den DeSIRA+-Mechanismus finanziert und sieht insbesondere eine direkte Unterstützung für Organisationen vor Ort vor.
Über 12 Millionen Euro für Akteure vor Ort
Von den Gesamtmitteln sind rund 12 Millionen Euro für die Finanzierung von Organisationen vorgesehen, die sich für die Verbreitung landwirtschaftlicher Innovationen einsetzen. Zwanzig Multi-Akteurs-Projekte wurden bereits ausgewählt, wobei Verträge über mehr als 12,8 Millionen Euro unterzeichnet wurden.
Das Programm zielt darauf ab, Bauernverbände, NGOs, Forscher und private Akteure zusammenzubringen, um Lösungen zu entwickeln, die auf Familienbetriebe zugeschnitten sind, und diese auf regionaler Ebene zu verbreiten.
„Es ist wichtig, agroökologische Innovationen in größerem Maßstab umzusetzen, damit mehr landwirtschaftliche Betriebe davon profitieren und ihre Produktion verbessern können“, erklärte Kanfitin Konlani, Exekutivdirektor der Regionalagentur für Landwirtschaft und Ernährung der ECOWAS, anlässlich des Programmstarts.
Togo ist an drei Projekten beteiligt
Togo profitiert direkt von dieser Dynamik durch drei lokale Projekte, zu denen Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau der Akteure im Agrarsektor hinzukommen.
Für das Land erfolgt diese Initiative in einem Agrarsektor, der mehr als 40 % des togolesischen BIP ausmacht und fast 65 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt. Klimaschwankungen verstärken den Bedarf an widerstandsfähigeren Produktionssystemen. Eine seit Januar im Plateaux-Ouest durchgeführte Studie versucht bereits, agroökologische Praktiken und die Herausforderungen zu identifizieren, mit denen die Erzeuger konfrontiert sind.
Quelle: togofirst


