Frankreich/Lisieux: Hinter dem Mega-Lotto stehen zwei Vereine, die durch Solidarität verbunden sind

Veröffentlicht am 02/09/2026 | La rédaction

Frankreich

Die Hälfte der Gewinne aus der am 19. September stattfindenden Mega-Lotto-Ziehung wird an „Pompiers Missions Humanitaires“ gespendet. Diese Partnerschaft ist Teil einer langjährigen Zusammenarbeit.

Für die Spieler ist dies die Gelegenheit, einen Peugeot 208, ein E-Bike oder einen Fernseher zu gewinnen. Für die organisierenden Vereine geht es um ganz andere Dinge. Die Hälfte der Einnahmen aus dem Mega-Lotto am 19. September, das auf dem Messegelände von Lisieux stattfindet, wird an „Pompiers Missions Humanitaires“ gespendet. Ein Verein, mit dem Michel Anquetil, Vorsitzender von „Les Petits Bals“, seit mehreren Jahren zusammenarbeitet.

„Michel und ich kennen uns schon seit vielen Jahren. Wir arbeiten partnerschaftlich zusammen und schätzen uns gegenseitig“, erzählt Mickaël Richomme, Vorsitzender von „Pompiers Missions Humanitaires“. „Das ist nicht das erste Lotto, das Michel für uns organisiert, und er hilft uns schon seit vielen Jahren.“

Für Michel Anquetil ist diese Partnerschaft Teil einer umfassenderen Tradition. Seit fast fünfzehn Jahren organisiert der Vorsitzende von „Les Petits Bals“ Veranstaltungen und stellt seinen Saal auch anderen Vereinen zur Verfügung. Diese Aktionen können ganz unterschiedliche Anliegen betreffen, von humanitären Einsätzen über Alzheimer bis hin zu Dialyse oder Behinderung.

Stühle müssen erneuert werden

Das Mega-Lotto soll den „Petits Bals“ zudem ermöglichen, ihre eigenen Bedürfnisse zu finanzieren. Da der Verein keine Zuschüsse erhält, erklärt Michel Anquetil, dass insbesondere ein Teil der Ausstattung erneuert werden muss, vor allem die Stühle. „Die Lösung: Wir veranstalten ein großes Lotto, um Mittel zu beschaffen“, erklärt er. Der Vorsitzende wollte diese Aktion jedoch mit „Pompiers Missions Humanitaires“ verbinden, und zwar nach einem einfachen Prinzip: „Wir teilen den Gewinn 50:50.“

Auch der humanitäre Verein finanziert sich ausschließlich durch externe Mittel. „Wir sind ein Verein nach dem Gesetz von 1901. Er funktioniert nur durch Spenden von Unternehmen, Privatpersonen und auch von Kommunen“, erklärt Mickaël Richomme.

Ehrenamtliche Feuerwehrleute im Einsatz

„Pompiers Missions Humanitaires“ besteht ausschließlich aus Freiwilligen und hat keine Angestellten. Die Mitglieder nutzen unter anderem ihren Urlaub, um auf Einsätze zu gehen oder Veranstaltungen zur Spendensammlung zu organisieren.

Der Verein ist in drei Hauptbereichen tätig. Der erste ist der Notfallbereich, in dem medizinische Teams entsandt werden, die nach Naturkatastrophen Hilfe leisten und ein Feldlazarett aufbauen können. Nach vierjähriger Arbeit erhielt der Verein im Juni die angestrebte Zulassung der Weltgesundheitsorganisation für seine internationalen medizinischen Notfallteams.

Der zweite Schwerpunkt betrifft die Entwicklungshilfe. Der Verein sammelt in Frankreich ausgemusterte, aber noch in gutem Zustand befindliche Feuerwehrfahrzeuge, um sie instand zu setzen und in Länder zu schicken, die sie benötigen. Zu den Ländern, mit denen der Verein zusammenarbeitet, gehören insbesondere Rumänien, Paraguay und Benin. Die Fahrzeuge werden von Schulungen für die örtlichen Feuerwehrleute begleitet.

Schließlich führt der Verein Solidaritätsaktionen für Vertriebene oder von Konflikten und Pandemien betroffene Bevölkerungsgruppen durch. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat er insbesondere medizinisches Material und Hilfsgüter des täglichen Bedarfs entsandt.

„Das gesammelte Geld wird dazu dienen, den nach Paraguay verschickten Container zu bezahlen sowie die Flugtickets für die Ausbilder, die im kommenden Oktober abreisen werden“, erklärt Mickaël Richomme.

Letzterer wird am Tag der Lottoverlosung anwesend sein, um seinen Verein vorzustellen. Eine Möglichkeit, dem hinter den Lottoscheinen stehenden Anliegen ein Gesicht zu geben. Und daran zu erinnern, dass dieser Tag für beide Vereine in erster Linie dazu dienen soll, ihre nächsten Aktionen zu finanzieren.

Quelle: actufr


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Teilen Sie ihn ...

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Ihr Kommentar wird nach der Validierung veröffentlicht.