Marokko/INDH in Marrakesch: Ein unermüdliches Engagement für die Förderung der Sozial- und Solidarwirtschaft

Veröffentlicht am 09/07/2026 | La rédaction

Marokko

Die Nationale Initiative für menschliche Entwicklung (INDH), hat auf Ebene der Präfektur Marrakesch ihre Rolle als treibende Kraft zur Förderung der Sozial- und Solidarwirtschaft (ESS) gefestigt, indem sie einkommensschaffende Projekte begleitet und finanziert sowie die Kapazitäten der Genossenschaften stärkt.

Diese Rolle hat sich insbesondere in der dritten Phase der Initiative (2019–2025) herauskristallisiert, die durch die Umsetzung mehrerer Programme zur Förderung des Unternehmertums, der wirtschaftlichen Inklusion und der Selbstbestimmung der Zielgruppen geprägt war.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Internationalen Tag der Genossenschaften zeigt die Bilanz dieser Phase die konkreten Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die Unterstützung von Projektinitiatoren und Genossenschaften sowie deren Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Verbesserung der Einkünfte und zur Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Begünstigten.

In diesem Rahmen ermöglichte die INDH die Finanzierung und Begleitung von 945 Projekten und einkommensschaffenden Maßnahmen (AGR) zugunsten von mehr als 7.600 Begünstigten, bei Gesamtkosten von 219 Millionen Dirham (MDH), zu denen die Initiative 68 % beigetragen hat.

Diese Unterstützung betraf zudem 272 Genossenschaften, die in verschiedenen Produktions- und Dienstleistungssektoren tätig sind und zur Schaffung von mehr als 3.700 Arbeitsplätzen beitrugen.

Diese Kennzahlen verdeutlichen die zentrale Rolle, die Frauen und Jugendlichen in den Programmen der INDH zukommt.

Es ist anzumerken, dass Frauenkooperativen etwa 72 % aller begünstigten Genossenschaften ausmachen, während Jugendgenossenschaften fast 50 % davon stellen, was das Bekenntnis der Initiative zum Humankapital als Grundlage der Entwicklung verdeutlicht.

Die Unterstützung durch die INDH beschränkte sich nicht auf die Finanzierung. Sie umfasste auch Begleitung, Betreuung, Kapazitätsaufbau, die Verbesserung der Produktqualität sowie die Erleichterung des Marktzugangs – allesamt Maßnahmen, die darauf abzielen, die Nachhaltigkeit der Genossenschaften, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre Fähigkeit zur Schaffung von Mehrwert zu stärken.

Die Frauenhandwerksgenossenschaft „Zarkacha“ aus Marrakesch, die von der Unterstützung und Begleitung durch das INDH profitierte, ist eines der eindrucksvollsten Erfolgsbeispiele.

Sie wurde 2014 von Frauen gegründet, die über Erfahrung in den Bereichen Schneiderei und Stickerei verfügten, und hatte in der Anfangsphase mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen, insbesondere mit fehlender Ausrüstung und geringen Einnahmen.

Dank der Unterstützung durch die INDH erhielt die Genossenschaft eine finanzielle Hilfe in Höhe von 196.000 DH, die es ihr ermöglichte, die erforderlichen Geräte und Maschinen anzuschaffen.

Diese Unterstützung führte zu Zeitersparnis, einer Steigerung des Produktionstempos, einer Diversifizierung der Aktivitäten und einer deutlichen Verbesserung der Rentabilität.

Die Genossenschaft zählt heute 80 Mitglieder, darunter auch Frauen mit Behinderung.

Die Genossenschaft stellt eine breite Palette an Näh- und Stickwaren her, darunter Taschen, Körbe, Beauty-Accessoires sowie Dekorations- und Verpackungsartikel, wobei sie darauf achtet, die Authentizität des traditionellen Handwerks zu bewahren und gleichzeitig innovativ zu sein, um den Erwartungen ihrer Kundschaft gerecht zu werden.

Zudem hat sie ihren Kundenstamm erweitert, der nun neben Privatpersonen auch Hotels und Unternehmen umfasst, was dazu beigetragen hat, die Einkünfte der Mitglieder zu verbessern und neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen.

In einer Erklärung gegenüber der MAP betonte die Leiterin der Genossenschaft, Fatima Chraïbi, dass die Unterstützung durch das INDH dank der zur Verfügung gestellten modernen Ausrüstung einen echten Wendepunkt in der Entwicklung der Genossenschaft darstellte, da dadurch die Produktion ausgebaut und die Arbeitsbedingungen verbessert werden konnten.

Sie fügte hinzu, dass sich die Aktivitäten der Genossenschaft nicht auf die Produktion beschränken. Die Genossenschaft organisiert auch Schulungsworkshops in den Bereichen Nähen und Sticken für Frauen, mit dem Ziel, das Know-how weiterzugeben und deren berufliche Eingliederung zu fördern, erklärte sie und wies darauf hin, dass die Genossenschaft auch Männer beschäftigt, die für die Vorbereitung bestimmter Accessoires und Rohstoffe zuständig sind, die von den Handwerkerinnen verwendet werden.

Frau Chraïbi betonte, dass der wichtigste Mehrwert der Genossenschaft in der Aufrechterhaltung der Qualität ihrer Produkte, der Kontinuität der Produktion sowie in der ständigen Innovation und der Entwicklung neuer Modelle, die den Anforderungen des Marktes entsprechen, wobei die Authentizität der traditionellen Handwerkskünste gewahrt bleibt.

Durch diese Maßnahmen setzt das INDH auf Ebene der Präfektur Marrakesch die Umsetzung der weitsichtigen Vision Seiner Majestät König Mohammed VI. fort, die auf Investitionen in das Humankapital, die Unterstützung einkommensschaffender Initiativen und die Stärkung der Grundlagen der Sozial- und Solidarwirtschaft als Hebel für eine nachhaltige und inklusive Entwicklung basiert.

Quelle: www.mapexpress.ma/


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