Burkina/Straßenverkehrssicherheit: ANSSEAT und FUTRB vereinen sich gegen Drogenkonsum am Steuer
Angesichts der steigenden Zahl von Verkehrsunfällen und der zunehmenden Risiken, die mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen durch einige Fahrer verbunden sind, hat die Nationale Agentur für die Sicherheit in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Ernährung, Arbeit und Gesundheitsprodukte (ANSSEAT) auf Empfehlung der Behörden einen direkten Dialog mit den Akteuren des Straßentransports aufgenommen. Im Rahmen dieser Dynamik fand am 30. Januar 2026 ein Austauschtreffen zwischen der ANSSEAT und dem Dachverband der Straßentransportunternehmen in Burkina Faso (FUTRB) statt, bei dem es um die Einführung von Drogentests bei Fahrern ging.
Dieses Treffen ist Teil des erklärten Willens zur Prävention und zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen. Die Verantwortlichen von ANSSEAT wollten von Anfang an alle Unklarheiten über die Art ihres Vorgehens ausräumen. "Wir sind keine repressive Struktur, sondern eine begleitende Struktur", betonten sie und unterstrichen, dass die freiwillige Mitgliedschaft im Mittelpunkt der Initiative steht. Für die Agentur geht es nicht darum, Maßnahmen aufzuerlegen, sondern die Akteure des Sektors dazu zu bringen, die Herausforderungen zu verstehen und sich dauerhaft für die Sicherheit der Nutzer und der Nation zu engagieren.
Im Laufe des Austauschs legte die ANSSEAT über die Direktion für Toxikologie, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (DTSST) den wissenschaftlichen und gesundheitlichen Rahmen der Problematik fest. Der Konsum von Drogen, ob legal oder illegal, wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem und beeinträchtigt die Wachsamkeit, das Urteilsvermögen und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Bei einem Fahrer äußern sich diese Auswirkungen in einem erhöhten Risiko für Unfälle, die oft schwer oder sogar tödlich sind.
Die von ANSSEAT vorgelegten Daten sprechen eine deutliche Sprache. Seit mehreren Jahren zeigen die toxikologischen Analysen, die im Nationalen Laboratorium für öffentliche Gesundheit (LNSP), das heute Teil der ANSSE ist, durchgeführt werden. des ANSSEAT, weisen hohe Positivraten auf, wobei Cannabis und Amphetamine an erster Stelle der nachgewiesenen Drogen stehen. Diese besorgniserregenden Daten, die an die zuständigen Behörden weitergeleitet wurden, führten zu einer Ausweitung der Drogentests auf sensible Bereiche, insbesondere das Transportwesen.
Ein Ansatz, der auf Dialog und gemeinsamer Verantwortung beruht.
Bei dem Treffen mit der FUTRB betonte die ANSSEAT den strategischen Charakter des Transportsektors für die nationale Wirtschaft, aber auch seine Verwundbarkeit. "Ihre Struktur ist eine der größten im Transportsektor, und wir können ohne Sie keine Maßnahmen einleiten", betonte der Direktor der Agentur, Prof. Elie Kabré, und rief zu einer engen Zusammenarbeit auf.
Die Verantwortlichkeiten sind klar verteilt. Die ANSSEAT verpflichtet sich, technische und wissenschaftliche Unterstützung zu leisten, die Zuverlässigkeit der Analysen zu gewährleisten, die Akteure zu schulen und zu sensibilisieren und gleichzeitig Daten zu produzieren, die für die Verbesserung der öffentlichen Politik nützlich sind. Die Transportunternehmen und Fahrer ihrerseits wurden aufgefordert, sich an das Screening als Schutzmaßnahme zu halten, die Kontrollmaßnahmen zu erleichtern und die Drogenprävention in die interne Ausbildung und Sensibilisierung einzubeziehen.
Am Ende des Austauschs wurden mehrere Empfehlungen ausgesprochen. Dazu gehören die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen ANSSEAT und FUTRB, die Organisation von Sensibilisierungssitzungen für Fahrer, die Einrichtung eines internen Überwachungsausschusses und die Verabschiedung einer Charta für gutes Benehmen. Die Idee ist auch, vorbildliche Fahrer aufzuwerten, um ein professionelleres und sichereres Image des Straßenverkehrs zu fördern.
Die von ANSSEAT getragene Kernbotschaft lautet, dass die Sicherheit im Straßenverkehr eine kollektive Verantwortung ist. Drogentests sind keine Strafe, sondern eine Chance für Fortschritte und eine Investition in die Nachhaltigkeit des Sektors. "Seien Sie versichert, dass wir nicht zögern werden, Sie zum Wohle der Verkehrsteilnehmer und der ganzen Nation in Anspruch zu nehmen", schloss Yacouba Barro, Präsident der Faîtièèrre unique des transporteurs et routiers du Burkina (FUTRB), und bekräftigte seinen Willen, Hand in Hand mit der ANSSEAT zu arbeiten, um einen sichereren und respektierteren Transportsektor in Burkina Faso aufzubauen.
Quelle: lefaso.net/


