Schweiz/Die Feldlerche ist in die Drei-Seen-Region zurückgekehrt
Birdlife Schweiz meldet einen Rekordanstieg der Feldlerchen im Grand-Marais: 68 Männchen im Jahr 2026. Dieser Erfolg steht im Gegensatz zum landesweiten Rückgang der Feldvögel, weshalb dringende Massnahmen erforderlich sind.
Die Feldlerche kehrt ins Grand-Marais zurück. In diesem Sommer wurden in dieser Region zwischen den Seen von Neuenburg, Murten und Biel 68 singende Männchen dieser vom Aussterben bedrohten Art gezählt – gegenüber gerade einmal acht vor acht Jahren.
Dort befindet sich die grösste bekannte Population dieser Art in der Schweiz, wie die Vogelschutzorganisation Birdlife Schweiz am Dienstag mitteilte. Mindestens 27 Bruten waren in diesem Jahr erfolgreich. Zu dieser Entwicklung haben vor allem gezielte Massnahmen zugunsten dieser bedrohten Art beigetragen.
Die Proyer-Ammer gehört zudem zu den am stärksten bedrohten Brutvögeln der Schweiz. Sie steht sogar auf der Roten Liste in der höchsten Gefährdungskategorie, nämlich als „vom Aussterben bedroht“.
Massiver Rückgang
Während es Ende der 1990er Jahre landesweit noch zwischen 400 und 600 Paare gab, umfasst der Bestand heute nur noch etwa 200 Paare. Dieser massive Rückgang um rund 80 % wurde lange Zeit unterschätzt. Noch im Jahr 2010 galt die Art als „gefährdet“.
Birdlife bezeichnet die im Grand-Marais beobachtete Entwicklung als großen lokalen Erfolg, der jedoch im Gegensatz zur kritischen Situation auf nationaler Ebene steht. „Wenn wir den Feldvögeln das ganze Jahr über – auch im Winter – Nahrung, Schutz und sichere Nistplätze bieten, werden sie zurückkehren“, erklärte Lucas Lombardo, Projektleiter bei Birdlife, in der Pressemitteilung. Solche Massnahmen müssten nun in grossem Umfang umgesetzt werden.
Quelle: www.blick.ch/


