Madagaskar: Eine kollektive Dynamik zur Lenkung der beruflichen Orientierung und Eingliederung

Veröffentlicht am 08/06/2026 | La rédaction

Madagaskar

Wie kann man qualitativ hochwertige Wege zur Beschäftigungsfähigkeit aufbauen, ohne eine kollektive Dynamik aufzubauen und eine gemeinsame Sprache zwischen den Akteuren der Begleitung anzunehmen? In Antananarivo. Ziel: Strukturierung einer Gemeinschaft engagierter Akteure, die in der Lage sind, abgestimmte Antworten auf die Herausforderungen der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu geben.

Auf dem Weg zu einer kollektiven Dynamik im Dienste der Hochschulbildung

Am 28. und 29. Mai 2026 veranstaltete die Agence universitaire de la Francophonie (AUF) in ihren Räumlichkeiten in Antananarivo einen ebenso erwarteten wie strategischen Workshop: den Workshop zum Treffen der Akteure der beruflichen Orientierung und Eingliederung, der der Hochschulbildung gewidmet ist. Zwei Tage lang arbeiteten rund 20 Berufsberater (COP) und Betreuer aus den staatlichen Universitäten von Antananarivo, Fianarantsoa und Toamasina an folgenden Themen Seite an Seite mit pädagogischen Leitern des IST Antananarivo, des INSCAE, des ISCAM oder auch der Katholischen Universität von Madagaskar. Diese im Rahmen des TAFA-Projekts (getragen von der Französischen Botschaft, Humanité & Inclusion und der AUF) mitorganisierte Sitzung folgt auf eine erfolgreiche erste Veranstaltung, die den Akteuren der Berufsberatung in der Sekundarstufe gewidmet war. Ihre gemeinsame Aufgabe ist es, ihre Erfahrungen vor Ort auszutauschen, um die Fragmentierung der Interventionen zu durchbrechen und die Praktiken zu harmonisieren.

Die Fragmentierung überwinden: Die Dringlichkeit, sich auszutauschen

Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit kann nicht mehr isoliert erfolgen. In Madagaskar sind zahlreiche öffentliche Einrichtungen, Verbände und akademische Strukturen tagtäglich in diesem Bereich tätig. Die Vielfalt der Instrumente und Ansätze begrenzt jedoch häufig die Gesamtwirkung ihrer Maßnahmen für die Studierenden. Für die Teilnehmer bot dieser Workshop eine seltene Gelegenheit zur kollektiven Reflexion. Ausgehend von den Erfahrungen und Realitäten vor Ort ermöglichten die interaktiven Sitzungen, die Rollen und Haltungen der Berater angesichts der raschen Veränderungen des Arbeitsmarktes und der Erwartungen der Unternehmen aufeinander abzustimmen.

Der integrative Ansatz: ein Imperativ im Herzen des Parcours.

Die in diesen zwei Tagen geleistete Arbeit ging weit über den Rahmen des klassischen Austauschs hinaus. Sie ermöglichte es, eine unumgängliche Dimension zu integrieren: den integrativen Ansatz. Im Rahmen einer Schulung zu den Grundlagen von Behinderung und Schutzbedürftigkeit haben die Akteure der Hochschulbildung gemeinsame Grundsätze für die Anpassung ihrer Betreuungsmethoden erarbeitet. Es steht viel auf dem Spiel: Es muss sichergestellt werden, dass die Beratung zu einem echten Hebel für die Befähigung aller Studentenprofile wird, indem die Vielfalt ihrer Wege, ihrer Wünsche und ihrer Hemmnisse berücksichtigt wird.

Die Stärke der Gemeinschaft: konkrete Werkzeuge für die Zeit nach dem Workshop.

Das Besondere an dieser Initiative ist der Wille, nachhaltige Synergien aufzubauen. Der Workshop führte zu unmittelbaren operativen Ergebnissen: die gemeinsame Festlegung konkreter Wege zur gegenseitigen Nutzung von Methoden und vor allem die Schaffung einer Praxisgemeinschaft.

Wie geht es jetzt weiter? Die Werkzeuge werden zirkulieren, die Methoden werden harmonisiert und das Netzwerk wird arbeiten. Diese Initiative bringt nicht nur Fachleute zusammen - sie strukturiert eine kohärente und koordinierte Antwort auf die Herausforderung der Beschäftigung. Ein Beweis dafür, dass eine gut durchdachte und gemeinsame Begleitung es jungen Menschen in Madagaskar endlich ermöglicht, wieder Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu fassen, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Quelle: www.auf.org/


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